Sterben in Würde, Leben bis zuletzt – ethische Entscheidungen am Lebensende


Logo Pastoraler Raum KirchhundemAm Mittwoch, den 30.09.2015 referierte Schriftführer Dr. Jürgen Muders im Pfarrzentrum St. Peter und Paul zum Thema Sterben in Würde, Leben bis zuletzt – ethische Entscheidungen am Lebensende auf Einladung des Pfarrgemeinderates St. Peter und Paul, Kirchhundem und des PalliativNetz e. V.Kreis Olpe. In seinem Vortrag beleuchtete er die aktuelle Entwicklung und den Stand der modernen Palliativmedizin unter Berücksichtigung ethischer Aspekte.

Dr. med. Jürgen Muders, Anästhesist sowie Palliativmediziner und Schmerztherapeut, ist leitender Oberarzt am St.Josefs-Hospital Lennestad und leitet die Palliativstation des Krankenhauses, ebenso betreut er als Mitarbeiter im Palliativmedizinischen Konsiliardienst Kreis Olpe Palliativpatienten in ihrer häuslichen Umgebung. In dem viel beachteten Vortrag gab er einen umfassenden Einblick in sein Gebiet. Sein Tenor: Lebensqualität auch in der letzten Phase des Lebens ist möglich! Dafür zu sorgen, ist etwas, das erst in jüngerer Zeit wieder als ärztlicher Auftrag neu begriffen wird. Mit Fortschreiten der unheilbaren Erkrankung und beginnendem Sterben, ändert sich das Therapieziel. Die Aufgaben zu heilen und Leben zu verlängern treten nun zurück. Sterben zu respektieren, es nicht qualvoll herauszuzögern, sondern aufmerksam lindernd zu begleiten, ist eine ärztliche wie menschliche Maxime. Eine gute Schmerztherapie kann dazu beitragen.

Diese Sichtweise lässt einen Satz wie „Wir können nichts mehr für Sie tun“ nicht mehr zu. Von großer Wichtigkeit ist in der Begleitung der Patienten die Beachtung psychologischer Aspekte. Das Gebiet der Palliativmedizin erfährt gerade auch auf gesundheitspolitischer Ebene in jüngster Zeit vielfältige Aufmerksamkeit. Die aktuellen Themen rund um die Vorbereitungen zur gesetzlichen Neuregelung der Suizidbeihilfe sind hoch brisant und werden im Rahmen der „Sterbehilfen“ derzeit auch unter Christen heftig diskutiert. Genügend Raum fand an diesem Abend auch die persönliche Information der rund 80 interessierten Zuhörer.

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